KUNSTKAMMER

MYSTERIUM KUNST

ATELIER ANDRES MARIA LASINSKY

Unsere Kunstkammer ist ein altes Bürgerhaus von 1791 inmitten der zauberhaften Altstadt Neuruppins in der Mark Brandenburg. Sie bedeutet sammeln, arbeiten, zeigen, sich austauschen und wohnen. Leben mit Objekten aus allen Epochen, die durch Liebe zum Material, Reinheit der Inspiration im Schaffen und Ausdruckskraft etwas von der Unerklärlichkeit des Lebens vermitteln. Vorne im ehemaligen Laden kann gesehen, betrachtet, gesprochen, besucht, gelesen und einfach verweilt werden. Dahinter befindet sich in der alten Heiseschen Ladenwohnung das Atelier.

 

SAMMLUNG

In der der Kunstkammer vermischen sich Kunstobjekte aus mehreren Epochen, aber vor allem eindrucksvolle Portraits und Heiligengesichter in Skulptur und Malerei mit den Bildern, die aus der Zwiesprache mit ihnen im Atelier entstehen. Wenn Sie Teil dieses offenen Dialogs werden möchten, vereinbaren Sie einen Termin.

 

DAS MENSCHLICHE ANTLITZ

Atelier Andres Maria Lasinsky

Meine Bilder und Objekte sind manchmal ganz intime Umsetzungen emotionaler Knoten - also etwas Eingesperrtes, das sich in den Faltungen des Gedächtnisses festgesetzt hat und nicht anders rauskommt, als durch die zähen, pastigen Ströme der Ölfarbe und ihrer Überlagerungen oder die Einbindung zufällig gefundener Objekte in eine potentielle Narration. Man kommt mit Worten dort nicht hin, oder die Malerei und die Objekte fangen dort an, wo die Worte ihre Kraft verlieren. Meist sind sie Ergebnisse meines Umherstreifens durch die Museen und Flohmärkte der Welt. Seit langem ziehen mich die vergessen Gesichter der unglaublich großartigen Porträtkunst der Epochen von der Renaissance bis in das ausgehende 18. Jahrhundert an, und wenn ich irgendwie kann, dann sammle ich diese Bilder um eine längere Auseinandersetzung mit ihnen zu ermöglichen. Es beginnt dann eine Zwiesprache, die irgendwann zu eigenen Bildern werden muss. Was passiert? Ein Bild springt mich sozusagen von hinten an, bei fast geschlossenen Augen. Wenn soetwas passiert, mache ich Fotos, auch von Details, die dann später, im Atelier, die visuelle Erinnerung an solche Momente stimulieren können. Oder das Bild selbst gelangt durch Glück oder Schicksal, wer soll das wissen, höchstpersönlich in mein Atelier. Die Bilder sind dann das Ergebnis von beidem, der Erinnerung an das gesehene Bild und der eigenen Wahrnehmung. Sie liegen, sinnbildlich gesprochen, auf halbem Weg dazwischen.

Die Arbeit an den Wahrnehmungsgrenzen, den Kippstellen des Sichtbaren, den Bruchstellen der Realität ist die wesentliche Herausforderung für meine Arbeit als Maler. Und welches Sujet eignet sich dafür kongenialer, als ein aus der Tiefe der Zeit auftauchendes Gesicht, das von einem der großen Portraitisten in einem unwiederbringlich verlorenen Augenblick äußerster Intensität aus dem Fluss der Zeit enthoben und für uns festgehalten wurde.

Andres Maria Lasinsky

VERWANDTE DES INTIMEN BLICKS

 

Ein Projekt von Andreas Neufert und der Wolfgang Paalen Gesellschaft e.V.

Bitte beachten Sie, dass die Ausstellungsräume und das Atelier nur nach persönlicher Vereinbarung zu besichtigen sind. Kontaktieren Sie uns über email oder rufen Sie uns an unter 030 13892910 wenn Sie besichtigen wollen oder mehr über das Projekt, die Ausstellungen oder die angezeigten Objekte erfahren wollen.

Teilen Sie diese gerne

 

Kunstkammer, Poststraße 36, 16816 Neuruppin

http://www.andreasneufert.com/

https://www.wolfgangpaalen.org/

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